Beiträge von E.A.Krellpp

    Da steht im Text, Zitat:

    Zitat

    "Fliegen zu verbieten hat etwas sehr Absolutistisches", so Neubauer in dem Video der Diskussion. Die Angebote der Bahn müssten sich stark verbessern, damit man sagen könne "in zehn Jahren fliegen wir in Deutschland nicht mehr".

    Selbst in dem von dir verlinkten Artikel mit knalliger Überschrift werden erstmal nur politische Lösungen gefordert um Fliegen unattraktiv zu machen. Keiner fordert : "steigt nicht mehr ins Flugzeug, ihr Umweltzerstörer"....

    Mir ist der Sinn durchaus klar. Ist für mich aufgrund meiner Flugangst eh kein Thema. Aber wieso halten sich dann nicht sich diejenigen dran, die öffentlich genau das einfordern? Da bin ich dann wieder bei Langstrecken-Luisa. Aber bei dem Thema kommen wir beide eh nie auf einen Nenner. Da halte ich Deine Meinung für so irrsinnig falsch, wie Du meine.

    Auch da: Hast Du irgendeine Quelle in der "Langstrecken Luisa" irgendeine persönliche Verhaltensänderung beim Thema Fliegen von uns fordert?

    Man diskreditiert sie, weil die Gesichter dieser Bewegung so sehr die Moralkeule schwingen und Andersdenkende von oben herab behandeln, dass man bei allem Verständnis für die Positionen, irgendwann automatisch in die Abwehrhaltung geht. Die Bewegung erhebt den Anspruch Ernst genommen zu werden, dann muss sie sich aber auch daran messen lassen, so zu handeln wie sie es von der Menschheit einfordert. Ist doch natürlich, dass man sich ein Fest daraus macht, es auszuschlachten wenn man die Protagonisten im Flugzeug erwischt. Anders gesagt „Wenn die mir das Fliegen madig machen wollen, dann sollen sie auch selber ihre Hintern aus dem Flugzeug lassen“. Wobei ich Dir insofern Recht gebe, dass das natürlich eine Form der Doppelmoral ist. Aber die zeigen beide Seiten.

    Hast du konkrete Beispiele für das "von oben herab" behandeln durch "Protagonisten der Bewegung" konkreter durch Greta Thunberg?


    Die aktuelle Kritik geht außerdem ja dafür an ihre Adresse dass sie NICHT in einem Flugzeug sitzt. Ist doch nur ein weiteres Beispiel dafür dass es egal ist WIE sie handelt, solange man sich mit Personen statt Inhalten beschäftigt, wird immer jemand etwas kritikwürdiges finden.


    Apropros Inhalte: ich verstehe nahezu alle Forderungen von FFF als Forderungen an die verantwortlichen Politiker. Woher hier immer die Lesart kommt, dass irgendjemand irgendwelchen Einzelpersonen das Fliegen madig machen möchte erschließt sich mir auch nicht. Es geht doch auch hier um politische Lösungen (wie z.B. den unsäglichen MwSt. Rabbat für Flüge).

    darum geht es doch akruell garnicht.

    Greta ist ja sicher auch überzeugt von ihrem Tun.

    Sie wird halt nur nicht erhört werden und fallen gelassen, sobald sie ausgepresst ist.


    Aber du bist eh viel zu grün, als das du deine Heldin oder das drum herum hinterfragen würdest.

    Personenkult anprangern um dann die Diskussion sofort auf eine persönliche Ebene zu ziehen ist aber auch ganz großes Argumentationskino...

    Das steht da mehr als deutlich und zwar als die ersten beiden Maßnahmen welche empfohlen werden unter dem Punkt "Core Concepts"


    "Net zero CO2 emissions: Net zero carbon dioxide (CO2) emissions are achieved when anthropogenic CO2 emissions are balanced globally by anthropogenic CO2 removals over a specified period.

    Carbon dioxide removal (CDR): Anthropogenic activities removing CO2 from the atmosphere and durably storing it in geological, terrestrial, or ocean reservoirs, or in products. It includes existing and potential anthropogenic enhancement of biological or geochemical sinks and direct air capture and storage, but excludes natural CO2 uptake not directly caused by human activities."

    Die Box "Core Concepts" am Ende verstehe ich mehr als Glossar, als als Maßnahmenkatalog. Ansonsten Wären "Risk" und "Impact" ja auch "Maßnahmen".

    Die 4 aufgezeigten Möglichkeiten auf Seite 14 gehen in 3 von 4 Fällen von einer signifikanten Reduktion des ausgestoßenen CO2s bis 2030 aus, nur im 4. Szenario wird die nicht stattgefundene Reduktion durch technisches Umwandeln von CO2 aufgefangen.


    Auch der Maßnahmenkatalog in Kapitel 4.3 führt das Thema Wälder als einen Unterpunkt unter dem Thema "Land and Ecosystem Transitions" (4.3.2). Die drei anderen Themenblöcke fokussieren sich auf "Energy System Transition", "Urban and Infrastructure Transitions" und "Industrial Systems Transitions", alles Themen die wieder eher auf eine Reduktion des ausgestoßenen CO2s abzielen.


    Da die Faktoren der einzelnen Energieträger nur den Median der Szenarien sind ist das ganze natürlich keinesfalls als absoluter Grenzwert zu verstehen, aber das schreibst Du ja schon selbst.

    Zitat

    Und sie weisen immer wieder darauf hin, das der Schlüssel der Intake des CO2 ist, nicht der Output welcher in der Kürze der Zeit nicht so schnell zu senken ist. Daher muss die CO2 Aufnahme gefördert werden. Und da sind Pflanzen nun mal der Hauptschlüssel

    Da ich eine solche Aussage nicht gefunden habe habe ich mal eine schnelle PDF Suche auf das Wort "Key" über Kapitel 2 und 4, also die Maßnahmenrelevanten Kapitel gemacht. Die Einizige Stelle wo das Key in Bezug auf eine Maßnahme verwendet wird ist hier:


    Zitat


    "Energy-demand reductions are key and common features in 1.5 ̊C pathways, and they can be achieved by efficiency improvements and various specific demand-reduction measures."

    Kapitel 2, S. 136


    Ich gehe konform, dass Aufforstung ein wichtiges Thema ist, aber dass es der IPCC Report als das wichtigste Thema herausstellt, das sehe ich immer noch nicht. Stattdessen bestimmt die Reduzierung des Outputs die meisten Szenarien. In sofern finde ich deine These da immer noch nicht wieder


    Ich hab mir die Executive Summary jetzt mal zu Gemüte geführt. Nicht ganz leicht zu lesende Kost. Hast Du mal ne konkrete Stelle für mich, die dich zu dem Schluss kommen lässt dass


    Zitat


    [...] die Vernichtung von Wald und Flur[...] [das dringlichst zu bekämpfende Übel ist.]


    ? Ich finde da jetzt keine Stelle die die Aussage so unterstreichen würde.

    Ich zumindest für meinen Teil versuche Animositäten aus dem Spiel zu lassen, frage mich aber, was so ein Beispiel mit dem Studenten zur Debatte beigetragen hätte?


    Das sind genau die Dinge die mich auf die Palme bringen, wenn statt der inhaltlichen Diskussion irgendwelche Stellvertreter und Nebelkerzen-Diskussionen geführt werden, die zum eigentlichen Thema eigentlich nichts beitragen, damit aber versucht wird das ganze Thema und die die dafür kämpfen auf einer ganz anderen Ebene zu diskreditieren.

    Darf ich mal fragen, wieso das nicht zusammenpasst? Er sagt ja nicht, dass wir nichts tun sollen, er sagt das wir an den falschen Schrauben drehen und man sich nicht der Illusion hingeben soll, dass unser Handeln alleine was bewirkt. Das wirkt für mich sehr durchdacht.


    Ich könnte ja umgekehrt kritisieren, dass hier die Mehrheit fordert, auf Teufel komm raus etwas zu tun aber ein stringentes Konzept fehlt. Das erweckt dann eher den Eindruck „Hauptsache ich mach was. Dann hab ich ein ruhiges Gewissen, egal ob sinnvoll oder nicht“.

    An welchen Schrauben *wir* drehen müssten habe ich vermutlich überlesen, bislang lese ich da immer nur an welchen Schrauben andere drehen müssten... Oder wir andere dazu bringen müssten an diesen Schrauben zu drehen, möglichst ohne selbst etwas zu tun, außer evtl. die marode Bundeswehr in den brasilianischen Dschungel zu schicken...


    Das global gesehen CO2 Reduktion notwendig ist, ist doch glaube ich unumstritten. Das wir im pro Kopf Vebrauch von CO2 u.a. auch noch weit vor China stehen im Übrigen auch. Da wird seit Jahren übrigens nachhaltig was gegen die Emissionen getan. Dass das in absoluten Zahlen in einem so bevölkerungsstarken Land natürlich immer noch katastrophal aussieht - keine Frage. Aber die Zeichen stehen in China eher auf Reduktion als bei uns. Solange sich die Industriestaaten nicht bewegen, fällt es Leuten wie Bolsonaro relativ leicht mit dem Finger auf uns zu zeigen und damit sein eigenes Handeln zu rechtfertigen:

    Zitat
    "Aber trotzdem wollen uns alle Vorschriften machen. Zum Beispiel die Deutschen: Die produzieren Strom mit fossilen Brennstoffen wie Öl und Kohle - aber hier haben wir kaum Kohle. Wir sind ein Vorbild für euch." https://www.tagesschau.de/ausl…olzung-regenwald-101.html

    Diese Obsession mit der sich Ottawa an FFF abarbeitet verstehe ich auch nicht ganz. Am Ende kann doch nur eine weltweite Bewegung zu dem führen was er fordert: Ein weltweites Umdenken. Aber Menschen die für ein solches Eintreten sind ja dann scheinbar auch schon wieder verkappte Radikale...

    Funktioniert aus Klimapolitischen Gesichtspunkten aber auch nur wenn man sich dabei auf regionales Obst und Gemüse beschränkt.

    Da muss ja ein echter Holzkopf am Werk gewesen sein. Bescheuert.:roll:

    Das Helmdesign finde ich ganz nett. Den Hashtag eher unglücklich. Allerdings wurde jahrelang gefordert, dass auch im Marketing neue Wege ausprobiert werden. Dazu gehört es m.M.n. auch, dass man sich mal in die Nesseln setzt oder polarisiert. Wenn man das auf Teufel kommt raus vermeiden will, bleibt sonst meist nur noch die triste Langeweile der vergangenen Jahre übrig. In sofern: Nicht mein Fall, aber Kudos für den Versuch!

    Gibts den Steuerunterschied bei den Kraftstoffen in D eigentlich auch noch?

    Ja, sogar noch krasser: Diesel ist um 18,41 ct/L günstiger besteuert.
    Dafür ist in Deutschland die KfZ Steuer für einen Diesel deutlich höher als für einen Benziner (15,44 € statt 6,75 € je 100ccm Hubraum bei Euro 4 oder höher).

    Interessant wäre die Frage warum ausgerechnet das Jahr 1993 als Vergleich genommen wird und nicht 2014?


    Will damit sagen. Kriminalität gab es schon immer. Auch in den 90ern gab es in den Kleinstädten Ecken um die man abends besser einen Bogen machte. Klar ist aber auch, dass ich mir jede Statistik so drehen kann, wie es gerade zur gewünschten Aussage passt. Da tun sich beide Lager überhaupt nichts.

    2014 wird doch auch als Vergleich herangezogen. Und in Bezug zum Vergleich mit 1993 gesetzt. Zugegebenermaße in Webbis Link nur in grafischer, in der Originalquelle (GdP) aber auch in Textform:

    Zitat

    Für 2014 zu 2015 kann man die Entwicklung wie bei internationalen Vergleichen üblich anhand der Mordopferzahlen verfolgen. Diese sind von 2014 zu 2015 von 624 auf 589 vollendete Mord- und Totschlagopfer gefallen. Weil gleichzeitig 890 000 Flüchtlinge zugewandert sind, kann man sagen, dass die Flüchtlinge zu keiner Erhöhung der Morde und Totschläge in Deutschland geführt haben.

    https://www.kriminalpolizei.de…0-bis-2015.html?tx_ttnews[sViewPointer]=1


    Grundsätzlich sollte man jede Zahl hinterfragen. Egal ob von links oder rechts oder aus der Mitte.

    Die Zahlen stammen in dem Fall von der GdP. Die würde ich in der Tat weder links noch rechts verorten. Auf die Methode wird in der Originalquelle übrigens eingegangen:

    Zitat

    Für die nachfolgende Zeitreihe werden die Mordzahlen 1950 bis 1990 auf Basis von Westdeutschland inklusive West-Berlin aufgestellt. Grundlage ist die Polizeiliche Kriminalstatistik PKS, die es seit 1953 gibt. D.h. es werden die Morde nach der Polizeistatistik und nicht nach anderen Quellen aufgestellt. Es werden vollendete Morde und Totschläge erfasst, d.h. Versuche sind ausgeklammert. Die Einbeziehung von Kindestötungen (innerhalb der ersten 24 Stunden) startet nach einer Gesetzesänderung ab 1999. Ab 1991 erfolgt die Einbeziehung der Fälle Ostdeutschlands (bis 1992 unvollständig). 1992-1998 werden in der PKS DDR-Grenzmorde mit erfasst. Vollendete Morde und Totschläge werden zusammengefasst dargestellt (= vorsätzliche Tötungen), auch wenn manchmal vereinfachend nur von Mord die Rede ist. Es wird die Anzahl der Fälle dargestellt; die Anzahl der Mordopfer wäre 8% höher, ist aber in der PKS 1950-1970 und 1993 nicht ausgewiesen.

    https://www.kriminalpolizei.de…/morde-1950-bis-2015.html

    Z.B. darum, weil ich meiner Tochter mit auf den Weg geben möchte, von welchen Gruppen sie lieber keine Getränke annehmen sollte.

    Oder soll sich Deine Tochter (ich glaube, Du hast eine, oder?) auch vor Gericht verhöhnen lassen, dass sie bei der Massenvergewaltigung nach "MEHR" gerufen hat?

    Und was genau haben die Vorfälle in Stuttgart und Dortmund nun mit den Getränken Deiner Tochter zu tun?


    Der Fall in Freiburg auf den Du anspielst scheint sich vor Gericht übrigens auch noch als sehr komplex darzustellen, aber Dein Urteil scheint ja bereits gefällt zu sein...

    Da teile ich Deine Bedenken in allen Punkten.

    Zu Bedenken möchte ich aber geben, dass längst nicht alle Dienstwagen in Deutschland von Vertriebsorientierten Mitarbeitern gefahren werden. Gerade in großen Konzernen sind die Autos eher "Gehaltsbestandteil" des mittleren Managements als dass sie tatsächlich betrieblich notwendig wären. Hier in Bonn hat mindestens die Hälfte aller Autos die man im verkehr so sieht ein Kennzeichen das den Flottenservices der beiden großen ehemaligen Staatskonzerne zuzuordnen ist, häufig von den Partner(inne)n genutzt, während der oder die Anspruchsberechtigte mangels vernünftiger Parkplätze den ÖPNV zur Arbeit nimmt....


    Wie groß die Quote solcher Autos deutschlandweit ist kann ich mit meiner Bonner Brille nicht einschätzen, aber hier würdest Du mit einer solchen Regelung einen signifikanten Teil des Verkehrs elektrifizieren, da die Karren eh kaum auf der Langstrecke genutzt werden.