Wie seid ihr zu den Roosters gekommen?

  • Eins wird sich aber für mich so schnell nicht ändern - es geht nix über die Stehplatztribüne - Sitzen ist einfach fürn Arsch! :nono:;)

    Habe ich früher auch gedacht, aber mit den richtigen Leuten kann man auch auf den Sitzplätzen - exemplarisch sei hier Block C genannt - Stehplatzatmosphäre erzeugen. ;)

  • Das redet Ihr Euch doch nur schön! :P


    Ich schau einfach mal wie lange ich Bock drauf habe, wenns gut geht halte ich so lange aus wie die Alten hinter mit an der Stange. Das hat schon etwas nostalgisches wenn ich die immer sehe. :thumbsup:

    Von allen Dingen die mir verloren gegangen sind, habe ich am meisten an meinem Verstand gehangen! :warum:


    :woohoo:

  • Zum ersten Spiel (müsste 1991 gewesen sein gegen Krefeld) bin ich gekommen, weil ich meinen Vater als Gegenleistung für den ungeliebten Besuch der Tanzschule überzeugen konnte, mit mir nach Iserlohn zu fahren. Bis dahin hatte ich von Eishockey wenig mitbekommen bis auf die Ergebnisse und Tabellen in der Tageszeitung. Und das war in Sprockhövel schon schwierig, weil in der Westdeutschen Zeitung fast nur über die DEG berichtet wurde.

    Mein Vater war nach dem Spiel nicht wirklich begeistert, aber ich war vom Virus angesteckt, Und nachdem ich den Führerschein hatte, ging es jedes Wochenende nach Iserlohn und zu den Auswärtsspielen. Legendär auch der Sonderzug nach Hamburg mit Einkehren im Iserlohner Hofbräuhaus am frühen Morgen.

    1996 zog ich dann berufsbedingt nach Frankfurt und dann war ich ein paar Jahre nicht mehr in Iserlohn, sondern habe die Ergebnisse aus der Ferne mitbekommen. Nachdem ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich sie dann mal "mitgeschleppt" und seitdem sind wir beide (und mittlerweile auch die 3-jährige Tochter) vom Roosters-Virus infiziert und quälen uns jedes Wochenende über die A5 und A45 von Frankfurt ins schöne Sauerland.

  • Nachdem ich meine Frau kennengelernt habe, habe ich sie dann mal "mitgeschleppt" und seitdem sind wir beide (und mittlerweile auch die 3-jährige Tochter) vom Roosters-Virus infiziert und quälen uns jedes Wochenende über die A5 und A45 von Frankfurt ins schöne Sauerland.

    :respekt:

  • Finde ich mal schön diese ganzen Geschichten zu hören. Der Siggi und ich, wir könnten da noch die eine oder andere Anekdote erzählen....:pfeif:

    Wir haben ja auch mal gestanden.......

    Jetzt machen wir eben unseren Job im Block C. Oder könnt Ihr von der Stehplatztribüne aus einen Spieler so provozieren, dass er auf die Strafbank geht?

    Exemplarisch sind hier Köppchen und David Wolf zu nennen, ;)

    Macht schon Spaß so direkt hinter der gegnerischen Spielerbank. Jemand von den Usern hier hat doch so ein Huhn auf einer Stange, das bringt den Gegner förmlich zur Raserei...:nicken:

  • Bin 1972 die ersten Male mit Vater und Onkel gelegentlich in der Halle gewesen. Damals mit Jacques Larocque im Tor.

    Mit Führerschein und eigenem Wagen dann ab 1982 regelmäßig. In den 20 folgenden Jahren dann kaum ein Heimspiel verpasst, ca. 15 Jahre davon mit Dauerkarte. In den letzten Jahren bin ich aus zeitlichen Gründen nur noch jedes 3.-4. Spiel live dabei. Bin aber immer noch "süchtig". Wann ist eigentlich diese komische Sommerpause zuende?

  • Ich quäle mich ca 6 x in der Saison 460km zu den Heimspielen. Auswärts bin ich so gut wie immer in Schwenningen, Mannheim und Augsburg, gelegentlich in Nürnberg und München.

    Ansonsten Hilft zum Glück Magenta.

    Die Play Off Heimspiele hab ich alle vor Ort gesehen. Dienstag um 1300 Feierabend gemacht, ab nach Iserlohn - Spiel anschauen und danach sofort die 460km wieder zurück, nächsten Tag arbeiten, Sonntags etc ähnlich.

    Bekloppt, aber was tut man nicht alles für den geilsten Club der Welt!!

    Und am Donnerstag natürlich auch vor Ort.

  • Datum weiß ich nicht mehr

    Ecd Iserlohn Rosenheim

    Play off im sudden death verloren.

    Stehplatz da wo heute sitz ist. Hinten an der Wand. Pulle Jägermeister gekillt.

    Die Stimmung aus den Jahren war der Wahnsinn. Da konnte mann noch hexenkessel sagen. Danke Heinz das du dieses möglich gemacht hast.

  • Ich kannte den ECD nur aus der Zeitung, wusste aber jeden Spielernamen und habe per Videotext mitgefiebert, bevor ich 1984 endlich einen Kumpel mit Führerschein hatte, der mich dann immer zu den Spielen mitgenommen hat. Seit dem bin ich dabei geblieben, in vielen guten, aber auch einigen schlechten Zeiten. Inklusiv zweier Konkurse und der jährlichen Ungewissheit, ob es überhaupt weitergeht.

    Sehe gerade, dass Otto Schneidberger 80/81 Trainer des ECD war (da gab es noch die Audio-Einspieler "Otto? Find ich gut"),ich dachte, das war etwas später. Da habe ich meine ersten Besuche mit meinem Vater gehabt. Schon Wahnsinn, wie jung (22) der Verein damals noch war :huh:


    Aber regelmäßig dann erst ab '84.

  • Muss bei mir September 2002 gewesen sein. Mit 15 quasi ein Späteinsteiger, als mich Freunde mitgenommen haben. 0-6 gegen Hamburg verloren. Danach 5 Jahre lang kaum ein Heimspiel verpasst. Es war schon fast ein Ritual: Kasten Bier --> Zug nach Letmathe --> Bus 1 oder Zug nach Iserlohn --> Lauf vom Bahnhof durch die Innenstadt --> Pause bei McDonald's (zumindest solange es ihn dort gab) --> An der Tanke Mendener Straße den Kasten gegen ein paar neue Bier getauscht --> Vor der Halle noch genüsslich ausgetrunken.


    Wir haben phasenweise auch hinter dem Tor gestanden, wenn der Bereich nicht komplett für Gästefans vorgesehen war und haben dort mit vielen Auswärtsfans gelabert und geschnackt.


    Aus der Anfangszeit war es natürlich auch beeindruckend, wie offen die Profis im Vergleich zum Fußball waren, wo alles recht unpersönlich ist. Hinter der Halle beim Warmmachen mitkicken, kurz flachsen oder Gespräche führen. Im ersten Jahr saßen wir auch mal vor der Halle und Greg Poss kam heraus schnurstracks auf uns zu "So jung und schon am rauchen?!".


    In der Zeit hat Eishockey den Fußball fast komplett verdrängt was Stadionbesuche und Auswärtstouren angeht. War eine geile Zeit. Seitdem wir im Rheinland wohnen und mit den neuen Bullyzeiten sonntags und mit Kind sind die Spiele in der Halle immer weniger geworden. Ich bin froh, wenn ich noch 2-3 Heimspiele in der Saison schaffe. Bei diesem Thread kommt da deshalb mal wieder ordentlich Wehmut auf.

  • Bei mir war es so: Mit 12 oder 13 Jahren hat mich der Mann meiner Cousine mit in die Eisporthalle genommen. Das muss ungefähr Mitte der 70er Jahre gewesen sein. Diese unglaubliche Stimmung, die Lautstärke der Zuschauer, aber vor allem die Leidenschaft und der Teamgeist der Mannschaft, die kämpferische Einstellung, das Tempo und das Können der Spieler hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich seitdem sozusagen angefixt war. Ich war immer sehr sport-afin und mich hat Eishockey sehr fasziniert.

    Je älter ich wurde, desto häufiger bin ich dann zu den Spielen gegangen. Habe dann praktisch seit Anfang der 80er Jahre alles miterlebt. Die 1. Liga mit Jarkko, Messier und Pouzar. Die gute Mannschaft 85/86 mit Jarkko, Mc Neil, Sochatzky, Pflügl, Mike Bruce, Hardy, Spry und den anderen. Das grüne Buch, Abstieg, 2. Liga, Oberliga, Aufstieg und am Ende den Kauf der Lizenz aus Rosenheim. Seit 1985 habe ich fast alle Heimspiele in allen Ligen gesehen.

    Seit dem "Aufstieg" in die DEL so gut wie jedes Heimspiel. Seit 2003 habe ich eine Dauerkarte-Sitzplatz.

    Die Faszination am Eishockey hat mich nie losgelassen. Ich bin natürlich auch ein großer Roosters-Fan und fiebere mit der Mannschaft mit.

    Ich denke, dass ich mich gut im Bereich Eishockey auskenne. Besonders natürlich in der DEL, aber auch die NHL, WM und andere Ligen interessieren mich.

    Wie gesagt, ich bin ein Rooster Fan durch und durch. Trotzdem begeleite ich den Club seit vielen Jahren auch kritisch. Vieles in den letzten Jahren hat mir gar nicht gefallen. Besonders die Schönfärberei von schlechten Leistungen und auch die taktische Ausrichtung der letzten Jahre. Ich freue mich jetzt auf einen Neuanfang und wünsche Hommel und O Leary dabei viel Erfolg. Es wäre wirklich schön, wenn wir bald wieder gutes, schnelles, kampfstarkes und erfolgreiches Eishockey zu sehen bekommen.

  • Meine Geschichte und auch das Ritual sind sehr ähnlich.

    Mit 12 bin ich das erste mal von meinem damaligen Fußballtrainer mitgenommen worden. Seither bin ich infiziert und habe bei fast jedem Auswärtsspiel Radio-MK gehört und möglichst viele Heimspiele besucht.

    Ab ca. 14 sind wir zu beinahe jedem Heimspiel mit dem Zug bis Letmathe und dann weiter nach Iserlohn gefahren. Zu dem Bier hat sich häufig eine Flasche Apfelkorn gesellt.


    Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir in den Playoffs gegen Frankfurt natürlich den letzten Zug verpassten und in Letmathe mit den letzten 20 Cent meine Eltern angerufen haben. Die haben uns dann in der Nacht vor ihrer Silberhochzeit total betrunken abholen dürfen. Man, die waren begeistert...:thumbsup:


    Heute schaffe ich es in der Regel zu jedem 2. Heimspiel. Dank Telekom Eishockey verpasse ich aber kaum ein Spiel der Roosters, manchmal zum Leidwesen meiner Frau:D

  • Also, zum Eishockey gefunden habe ich als die Eishalle am Gysenberg aufmachte. Das war Anfang der 70er. Schlittschuh laufen und Eisdisco waren ein wesentlicher Teil meiner Jugend die zwangsläufig auch zu Spielen des Herner EV führte. Mein Lieblingsspieler damals war Leo Berardi, ein "Kampfschwein" und Wadenbeißer....:thumbsup:. 89 zog ich nach Rüsselsheim. Mit einem Nachbarn bin ich öfter zu den Frankfurter Löwen gefahren. Die Stimmung dort ist mit der heutigen nicht zu vergleichen. 1993, ich wohnte mittlerweile in Menden, besuchte ich mit meinem (Ex-) Nachbarn ein Spiel seiner Löwen am Seilersee. DAS war der Punkt, der mich absolut infizierte mit Eishockey am Seilersee! Es war die letzte ECD-Saison. Wir waren 1 Stunde vor Spielbeginn in der Halle und dachten, das Spiel hätte schon angefangen. Hatte es nicht, es waren "nur" die pausenlos singenden und klatschenden Fans. Ich saß fassungslos staunend im Block A und dachte: "In was für eine Partymeile bist du denn hier reingeraten". Am nächsten Wochenende stand ich gegenüber von Block A, der Rest ist Geschichte....:schal::lasso:

  • Ich bin seit 86/87 am Start.

    Der damals noch unbekannte Texas wollte mir Eishockey schmackhaft machen, doch wirklich Lust hatte ich keine, dann las ich zufällig in der Zeitung, dass der ECD gegen die Kölner Haie spielte, die kannte ich vom hören... :bekloppt::groehl:

    Also wurde dieses Spiel als mein erstes festgemacht. Wir kamen dann gleich zu spät, das erste Drittel war schon in vollem Gange, wir suchten uns so gleich noch ein freies Plätzchen und meine Faszination nahm sofort seinen Lauf, die restlichen Heimspiele wurden dann noch besucht. In der kommenden Saison folgten auch die ersten Auswärtsspiele, die Saison endete leider dann vorzeitig und das hoffen und bangen begann.

    Zum Glück ging es dann in der Oberliga weiter, der Enthusiasmus war ungebremst!

    In der Saison darauf hab ich dann sogar mal alle Spiele geschafft. Damals ist man auch mal schnell noch spontan los zu Auswärtsspielen z.B. wurde Sonntagmorgen mal kurzfristig entschieden nach Bad Tölz zu fahren, gesagt getan, Sonne und schönes Wetter, wir kamen gut durch und waren zeitig ohne Schnee vor Ort, während des Spiels fing es dann an zu schneien, so sehr, dass nach dem Spiel gar nichts mehr ging, Stau und Glätte machten eine Heimfahrt unmöglich, also wieder zurück nach Tölz und Nachts um 1 Uhr zum Glück noch eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden, morgens auf der Arbeit abgemeldet und am nächsten Tag dann nach Hause.

    Heimspiele habe ich seit dem eigentlich nur beruflich oder krankheitsbedingt verpasst.

    Mit dem Wegfall des Panoramarestaurants und dem Bau der neuen Sitzplatztribüne bin ich dann auf eine Sitzplatzdauerkarte gewechselt und habe es nicht bereut, da hat sich ne tolle Klicke gefunden und es macht immer noch Spaß wie am ersten Tag!

  • ...in der Saison 1972/73 - deshalb mein "avatar" :biggrin:

    Erste Saison am Seilersee - mein Vater hatte Freikarten - bis dahin gab' es für mich nur Fussball - danach....

    Heimspiel im Frühjahr 1973 - gegen Köln - die hiessen damals noch Kölner e.V.

    Spiel ging 4:6 verloren, aber egal, diese Stimmung, diese Atmosphäre.

    In der GANZEN Halle - auf ALLEN Rängen = damals gab' es noch keine "Klassen-Fan-Gesellschaft":

    Stehplatz / Sitzplatz / echte Fans / un-echte Fans / ULTRA Fans / etc - damals gab es nur EINEN Fan: den ECD Fan.

    Wahnsinn war immer dieses abwechselnd lang/kurz gesungene ECD: EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEECD, ECD - von ALLEN....