Die bekloppte Europawahl 2019

  • Eines hat sich die letzten Tage auch herauskristallisiert, wenn von Vernunft und & Augenmaß gesprochen wird, heißt das in der Wirtschaftspolitik soviel wie, status quo behalten und nichts ändern.


    Zitat

    Da kann man schonmal das Klima auf Kosten von Wirtschaft und Umwelt retten.

    Den Spruch kann man nicht erfinden.

    You're at home baby!


    "Mein Unternehmen zu verkaufen nur um auf einem Topf Geld zu sitzen und über dessen Anlage nachzudenken – das ist keine Beschäftigung."
    (c) Carl Manner 1929 - 2017


    Geh auf Reisen vor dem Sterben, denn sonst reisen deine Erben.

  • Da hat einer weiterhin nichts kapiert und bemerkt den eigenen Widerspruch seines Tweets nicht:

    Zitat

    Thomas Bareiß‏Verifizierter Account @Thomas_Bareiss

    Eines kann man wohl klar feststellen: Die CO2 Steuer, die von der #SPD so vehement gefordert wurde, hat der SPD wohl mehr geschadet als genutzt. Die Menschen wollen eine Politik mit Vernunft & Augenmaß. Keine weitere Steuern, Verbote oder Regulierung! #CO2 #Steuer #Klima

    Darauf bekommt er eine Antwort eines ehemaligen Weggefährten

    Zitat

    Ruprecht Polenz‏ @polenz_r
    27. Mai


    Antwort an @Thomas_Bareiss

    Und warum sind die Grünen dann Wahlsieger? Natürlich brauchen wir eine Bepreisung von CO2, nicht nur beim Zertifikatehandel, sondern flächendeckend. Dazu einen Sozialausgleich für Kleinverdiener und Pendler. Modelle dafür gibt es.

    Viele kapieren einfach nicht, dass die Leute keinen Bock mehr auf dieses Fingerzeigen haben, sondern Taten sehen wollen


    Auch das hier hört sich nicht nach "Wir haben verstanden" an:


    Zitat

    Thomas Bareiß‏Verifizierter Account @Thomas_Bareiss
    26. Mai

    (2/2) #Grüne profitieren unverdient & schwimmen auf einer Trendwelle die einmalig ist in Europa. Unsere Aufgabe ist sie stärker zu stellen, Widersprüche offenlegen, zu zeigen #Wohlstand und #Sicherheit, #Tradition und #Fortschritt, #Heimat und #Natur sind am besten in @CDU Hand!

    Quelle: https://twitter.com/Thomas_Bareiss

  • https://www.zeit.de/politik/de…ahl-afd-rechtsextremismus


    Hochinteressanter Kommentar zu den Wahlergebnissen im Osten - trifft meine Meinung an vielen Stellen, insbesondere was das Zusammenspiel von "Die Gelichgültigkeit / Überheblichkeit der Wessis macht die Ossis natürlich trotzig" und "Trotz rechtfertigt es nicht, Möchtegern-Nazis zu wählen" angeht. Vertracktes Thema, bei dem ich hier schon öfter mal einsteigen wollte, wenn der ein oder andere sich für meine Begriffe unreflektiert über den Osten ausgelassen hat. Kriegen wir eine vernünftige Diskussion hin - hier im Kleinen und gesamtgesellschaftlich im Großen?

  • "Wie kann man so schlecht beraten sein?" – So kritisieren junge CDU-Mitglieder ihre Partei


    https://www.bento.de/politik/c…3cc-302b82fa47b4#refsponi

    Zitat

    Ja, bestimmt ist die CDU verstaubter und konservativer, aber es gibt genügend junge Leute in der Partei, denen man einfach mal zuhören müsste – damit meine ich nicht Philipp Amthor.

  • Beitrag von Jimmy ()

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  • Beitrag von Jimmy ()

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  • https://www.zeit.de/politik/de…ahl-afd-rechtsextremismus


    Hochinteressanter Kommentar zu den Wahlergebnissen im Osten - trifft meine Meinung an vielen Stellen, insbesondere was das Zusammenspiel von "Die Gelichgültigkeit / Überheblichkeit der Wessis macht die Ossis natürlich trotzig" und "Trotz rechtfertigt es nicht, Möchtegern-Nazis zu wählen" angeht. Vertracktes Thema, bei dem ich hier schon öfter mal einsteigen wollte, wenn der ein oder andere sich für meine Begriffe unreflektiert über den Osten ausgelassen hat. Kriegen wir eine vernünftige Diskussion hin - hier im Kleinen und gesamtgesellschaftlich im Großen?

    Gefühlt folgende Begründung. Schaut man sich die Wahlergebnisse der Grünen an, dann sind sie besonders in den Unistädten erfolgreich. Gebildet, gut verdienen, jung. Die AfD ist besonders in den strukturschwachen Gegenden erfolgreich. Die Gegenden aus denen, die die können abhauen. Übrig bleiben diejenigen, die ein Gefühl der "Abgehängtheit" haben und denen die AfD das Gefühl suggeriert, dass alle anderen von der Politik gefördert werden und nur die AfD die Interessen derjenigen vertritt, die sich vergessen fühlen.


    Und dann wirds natürlich interessant. Das jetzt nach den Wahlergebnisse im Osten alle Welt mit dem Finger auf Sachsen und Brandenburg zeigt, bestärkt die Wähler dort ja nur in ihrer "Antihaltung". Das ist das gleiche Phänomen wie in Österreich bei den FPÖ Anhängern. Die Stimmen landen da nicht aus Zufall oder Protest, sondern gezielt. Wie man dem beikommen will? Keine Ahnung. Ich glaube mittlerweile, die wollen einfach nicht anders.

  • https://www.zeit.de/politik/de…ahl-afd-rechtsextremismus


    Hochinteressanter Kommentar zu den Wahlergebnissen im Osten - trifft meine Meinung an vielen Stellen, insbesondere was das Zusammenspiel von "Die Gelichgültigkeit / Überheblichkeit der Wessis macht die Ossis natürlich trotzig" und "Trotz rechtfertigt es nicht, Möchtegern-Nazis zu wählen" angeht. Vertracktes Thema, bei dem ich hier schon öfter mal einsteigen wollte, wenn der ein oder andere sich für meine Begriffe unreflektiert über den Osten ausgelassen hat. Kriegen wir eine vernünftige Diskussion hin - hier im Kleinen und gesamtgesellschaftlich im Großen?


    Also ich hatte letztens ein Gespräch mit einem "Ossi" prinzipiell über dieses Thema. Er meinte auch, dass viele eben daran gewöhnt waren, getragen zu werden und Arbeit zu haben, egal, was man so gelernt und gemacht hat. Das ist in der Gemütlichkeit und in der Hoffnung nach dem Mauerfall so in den Köpfen geblieben. Viele sind dann eben gegangen, um im Westen in eine gute Infrastruktur und Gehaltsstruktur zu kommen. Überspitzt hat er gesagt, "die Bauern sind geblieben, die schlauen sind gegangen". Ganz zufrieden waren wir mit dem Fazit nicht, aber etwas Wahrheit scheint dtan zu sein. Dazu kommt dann aber noch der eher wichtigere Faktor, der in der folgenden Diskussion aufgekommen ist: Im Westen kennt man seit jeher das "fremde", vom Münsterland bis zur Eifel kennt man Gastarbeiter, zugezogene, die alle Freunde und Mitbürger geworden sind. Alles ganz normal. Im Osten gab und gibt es das in der Form nicht. In dieser Paarung scheint es dann ein guter Nährboden für Parteien wie AfD zu sein. Dass sich das alles nach üblen Vorurteilen anhört, ist einem bewusst, aber das sind die Punkte, über die man bei Erklärungsversuchen immer stolpert, ohne sich selbst dabei zwingend als besserer Mensch zu fühlen. Man ist wohl eher froh, weltoffener und ohne solche Sorgen zu sein, was das Leben einfacher macht.

  • Also ich hatte letztens ein Gespräch mit einem "Ossi" prinzipiell über dieses Thema. Er meinte auch, dass viele eben daran gewöhnt waren, getragen zu werden und Arbeit zu haben, egal, was man so gelernt und gemacht hat. Das ist in der Gemütlichkeit und in der Hoffnung nach dem Mauerfall so in den Köpfen geblieben. Viele sind dann eben gegangen, um im Westen in eine gute Infrastruktur und Gehaltsstruktur zu kommen. Überspitzt hat er gesagt, "die Bauern sind geblieben, die schlauen sind gegangen". Ganz zufrieden waren wir mit dem Fazit nicht, aber etwas Wahrheit scheint dtan zu sein. Dazu kommt dann aber noch der eher wichtigere Faktor, der in der folgenden Diskussion aufgekommen ist: Im Westen kennt man seit jeher das "fremde", vom Münsterland bis zur Eifel kennt man Gastarbeiter, zugezogene, die alle Freunde und Mitbürger geworden sind. Alles ganz normal. Im Osten gab und gibt es das in der Form nicht. In dieser Paarung scheint es dann ein guter Nährboden für Parteien wie AfD zu sein. Dass sich das alles nach üblen Vorurteilen anhört, ist einem bewusst, aber das sind die Punkte, über die man bei Erklärungsversuchen immer stolpert, ohne sich selbst dabei zwingend als besserer Mensch zu fühlen. Man ist wohl eher froh, weltoffener und ohne solche Sorgen zu sein, was das Leben einfacher macht.

    Dein Gesprächspartner hat nach der Wende selbst auch rübergemacht?

  • Nico Semsrott (Die Partei) wird sich im EU-Parlament der europäischen Grünen Franktion anschließen.


    Grund ist, dass diese Fraktion genau so viele Personen vereint, wie die Rechten im Parlament. Martin Sonneborn könnte also nun das Zünglein an der Waage sein. Dabei geht es u.a. nicht nur um die Anzahl der Sitze ansich, sondern auch um Redezeiten, etc.