„Offenes Ohr für die Vereine haben“

  • Weil Iserlohn zufällig in der Nähe kanadische Soldaten hatte, die dort eine Eishockeykultur etabliert haben und Gevelsberg nicht?
    Wären sie in Gevelsberg stationiert gewesen, dann gäbe es vielleicht nun eine relevante Eishockeykultur in EN und in Iserlohn nicht.

    Wo waren die Kanadier denn seinerzeit alles in Deutschland stationiert?


    Wir hätten da folgende Ortschaften:


    Lahr, Ringsheim, Söllingen, Hameln, Hannover, Geilenkirchen, Deilinghofen, Iserlohn, Soest, Werl, Pferdsfeld und Zweibrücken.


    Professionelles Eishockey hat sich allerdings nur in einer Region aufgrund der Kanadier entwickelt, nämlich hier.


    In Hannover waren schlesische Vertriebene diejenigen die den Sport etabliert haben, dies geschah dort bereits im Jahr 1948, die Kanadier standen dort also nicht Pate.


    Lahr, Soest und Zweibrücken haben sich immerhin zu unterklassigen Eishockeystandorten entwickelt. In Soest wird sogar noch die alte, mit Deilinghofen baugleiche, Halle der Kanadier dafür genutzt.


    Die Wahrscheinlichkeit das sich rund um Gevelsberg ähnliches wie hier in Iserlohn entwickelt hätte ist daher ziemlich gering und dient als Einwand überhaupt nicht, da dieser Einwand auf reiner Spekulation beruht, während rund um Deilinghofen und Iserlohn die Entwicklung der letzten 60 Jahre demnächst im Eishockeymuseum zu begutachten sein wird. Übrigens wird dies wohl das erste Museum seiner Art in Deutschland sein.


    Das Iserlohn zudem mit der ERG Iserlohn (wir erinnern uns, der Klub wurde gegründet um Ende der 1960er Jahre die Notwendigkeit einer Eissporthalle in Iserlohn zu untermauern) einen der führenden deutschen Rollhockeyklubs beheimatet ist genauso ein Teil dieser Entwicklung, wie der Umstand das sich in den letzten 20 Jahren im märkischen Kreis mehrere Inlineskaterhockeyklubs gegründet haben. Erfolgreichster Vertreter dieser recht jungen Sportart ist in der Region wohl der in Iserlohn beheimate IH Samurais Iserlohn. 2013 wurde der Klub in seiner Disziplin erstmals im Seniorenbereich deutscher Meister.


    Darüberhinaus ist vielleicht noch erwähenswert das Deilinghofener bzw. Iserlohner Eigengewächse als Spieler und Trainer seit Jahrzehnten nachhaltig andere westfälische Standorte prägten und noch heute prägen. Egal ob in Unna, Dortmund, Hamm, Soest, Münster, Lünen, Bergkamen, Bielefeld, Brackwede, Herne, Gelsenkirchen, Netphen oder in Ahaus, überall mischten Eishockeybegeisterte aus dem nördlichen märkischen Sauerland mit. Sie tun es bis zum heutigen Tag und werden auch noch zukünftig ein wesentlicher Faktor im westfälischen Eishockey sein.


    Dies alles hat seinen Ursprung hier, dies kann und sollte auch auswärtigen Fans als identitätsstifender Anker dienen.


    Daher sind in meinen Augen Äußerungen die diese Stadt Iserlohn unsachlich und arrogant diffamieren völlig deplatziert. Für mich ist es der billige Versuch Iserlohn auf eine Stufe mit Orten zu stellen, die diese enorme Leistung nicht einmal im Ansatz vollbracht haben.


    Für mich sind solche Aussagen einfach nur unwürdig und wenn sie dann noch ausgerechnet von angeblichen Fans der Iserlohn Roosters kommen, dann stelle ich für mich fest das ich als Iserlohner diese Leute hier nicht brauche und ich diese Leute auch nicht länger als Fans der Roosters betrachte.

  • Picke das mal aus dem Text, wo ist da bitte der Unterschied, wenn sich jetzt Iserlohn ausser Stande sehen würde eine neue Halle zu bauen und eine andere Stadt aus dem Märkischen Kreis einspringt? Denn Iserlohn war mal Kreis, wie du selber richtig sagst. Damit ist aber nicht die Stadt Iserlohn gemeint, sondern der Kreis Iserlohn (gleich zu setzen etwa mit dem Märkischen Kreis, nur damals feiner gegliedert), also nur eine Bezeichnung für einen Zusammenschluss mehrerer Städte.


    So gab es auch mal den Kreis Lüdenscheid, dazu gehörten z.B. Altena mit dem Ortsteil Dahle. Und Dahle hat 0,0 mit der Stadt Lüdenscheid zu tun. Anders ist es auch nicht mit Deilinghofen und der Stadt Iserlohn.


    Davon ab, hoffe ich trotzdem, dass Iserlohn für immer und ewig Eishockey-Stadt bleibt und ich mich nicht umgewöhnen muss. Keine Ahnung, ob ich das überhaupt mitmachen würde. Aber gäbe es einen Umzug, wäre evtl. Menden in 50 Jahren die Eishockeystadt schlechthin und Iserlohn sah sich vor 50 Jahren ausser Stande...


    Informiere dich mal besser. Es gab sogar einen Kreis Altena und einen Kreis Lüdenscheid und der Kreis Iserlohn ist mitnichten identisch mit dem märkischen Kreis.


    Schwerte und Hohenlimburg gehörten zum Kreis Iserlohn, Menden wie auch Balve nicht.


    Aber unabhängig davon, woher kommt eigentlich dieser illusorische Glaube eine der Städte in unmittelbarer Nachbarschaft zu Iserlohn könnte eine den Roosters gerechte Spielstätte finanzieren?


    Sorry, aber das ist ziemlicher Stuss. Weder Menden, Hemer, Altena, Schwerte noch Hagen könnten dies in der gegenwärtigen Lage politisch oder finanziell bewerkstelligen.


    Die Sache ist ein Hirngespinst und je eher man das verinnerlicht desto eher kann man konstruktiv in die Diskussion um eine neue Spielstätte in Iserlohn einsteigen.

  • Beitrag von BOR-Rooster ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Aber unabhängig davon, woher kommt eigentlich dieser illusorische Glaube eine der Städte in unmittelbarer Nachbarschaft zu Iserlohn könnte eine den Roosters gerechte Spielstätte finanzieren?

    Glaube ich auch nicht. So konkret habe ich das hier im ganzen Thread allerdings nicht lesen können, wer hat das denn wo so geäußert?


    Ich habe allenfalls habe ich hier von Gleichgültigkeit (die ich allerdings nicht teile, auch ich halte grundsätzlich den Standort Iserlohn für elementar für die Roosters) gelesen, wo die neue Halle nun entsteht, lasse mich aber natürlich gerne von dir korrigieren.

  • Mensch, wenn unsere Verteidiger den Goalie und das Tor nächste Saison so beschützen wie du die Stadt Iserlohn, dann sehe ich uns weit oben in der Tabelle!!


    Was passiert denn, wenn die Stadt Iserlohn keine Lust auf eine neue Halle für die Roosters hat? Begräbst du das Hockey im Sauerland lieber als einen neuen oder zusätzlichen Standort zu begrüßen?

  • Was passiert denn, wenn die Stadt Iserlohn keine Lust auf eine neue Halle für die Roosters hat? Begräbst du das Hockey im Sauerland lieber als einen neuen oder zusätzlichen Standort zu begrüßen?

    Aber genau das wird nicht passieren. Die Stadt Iserlohn weiß sehr wohl das die Roosters ein wichtiger Imageträger der Stadt sind.


    Die Stadt hat für das Eishockey bereits viel getan, die Stadt sorgt beispielsweise in dieser Sommerpause für die neue Bande und für eine neue Lichtanlage, dies geschieht zwar indirekt über die Stadtwerke Iserlohn, aber die Stadtwerke sind zu 100 Prozent im Besitz der Stadt Iserlohn.


    Sollte die Hallenfrage wirklich akut werden, dann wird die Stadt sich nicht abwenden, sondern wird eine neue Spielstätte auf dem Stadtgebiet errichten. Möglicher Standort könnte dann der Duloh sein. Iserlohn und Hemer planen dort eh zukünftig ein großes Gewerbegebiet zu errichten.


    Beide Städte verschmelzen dadurch weiter, letztendlich wird es irgendwann so kommen das die einst als Vorsorgungsort für Iserlohn konzipierte Ansiedlung Hemer nach Iserlohn eingemeindet wird und Iserlohn so zur Großstadt wird.


    Ich bin mir ziemlich sicher das eine neue Halle zukünftig hier in Iserlohn entstehen wird, dazu müssen natürlich gewisse Voraussetzungen bestehen, dass heißt Eishockey muss hier weiter erstklassig und möglichst erfolgreich gespielt werden.

  • Informiere dich mal besser. Es gab sogar einen Kreis Altena und einen Kreis Lüdenscheid und der Kreis Iserlohn ist mitnichten identisch mit dem märkischen Kreis.


    Kreis Iserlohn (gleich zu setzen etwa mit dem Märkischen Kreis, nur damals feiner gegliedert), also nur eine Bezeichnung für einen Zusammenschluss mehrerer Städte.


    Da steht doch ganz glar, dass die Begrifflichkeit Kreis Iserlohn mit Märkischer Kreis gleichzusetzen ist und nicht identisch ist. Oder man dreht es sich so, wie es einem passt, Hauptsache man behält recht.


    Bei Wikipedia sollte allerdings mal eine Sache geändert werden, denn dort steht (und da hatte ich die Infos her), dass zuletzt 6 Städte zum Kreis Iserlohn gehörten: Menden, Letmathe, Hohenlimburg, Schwerte, Hemer und Westhofen. Dort steht weiterhin, dass am 01. Januar 1975 der größte Teil des Kreises Iserlohn mit dem Kreis Lüdenscheid, der kreisfreien Stadt Iserlohn und einem Gebiet der heutigen Stadt Balve zum Märkischen Kreis zusammengafasst wurde.


    Schwerte und Hohenlimburg gehörten zum Kreis Iserlohn, Menden wie auch Balve nicht.


    Auch hier findet man falsche Infos bei Wikipedia, denn dort ist zu lesen, dass Menden 1817 dem Kreis Iserlohn zugeschlagen wurde. Balve stimmt, (Kreis Arnsberg).


    Aber du hast sicher recht, wie immer, da gibt es keine zwei Meinungen. :top:

  • Stimmt Menden gehörte zum Kreis Iserlohn, ich hatte angenommen das Menden aufgrund seiner kurkölschen Vergangenheit nicht zum märkischen Iserlohn gehörte, aber wie man lesen kann haben die Preußen im frühen 19. Jahrhundert darauf keine Rücksicht genommen und Menden zum Kreis Iserlohn geschlagen.


    PRO GLORIA ET PATRIA


    The pain you feel today

    is the strength you feel tomorrow


    PLAY TO WIN




  • Wie ich schon Seiten zuvor schrieb, gibt es keine Nachbarstadt, die Iserlohn als Heimat der Roosters ablösen könnte oder wöllte.


    Auch wenn mir die komplette Einsicht in die Iserlohner Psyche fehlt, da bei mir nur die Endmontage in Iserlohn stattfand ich und ein paar Jahre in Iserlohn gearbeitet habe, verstehe ich nicht, was den Nord MKler vom Süd MKler unterscheidet.


    Viele Orte im MK sind folgendermaßen strukturiert: Dorf mit Bach oder Fluss im dunklen waldigen und engen Tal bekommt in der Industralisierung ne metallverarbeitende Fabrik (Erz aus dem Siegerland, Kohle aus dem Ruhrgebiet und genug Wasser für die Fabrik ist auch da) , Wohnhäuser für die Arbeitet entstehen drum rum. Während der Industralisierung alles massiv gewachsen. Nach dem Krieg mit nicht so schönen Häusern wieder aufgebaut und durch Migration (Arbeitskräfte für die Fabriken) weiter gewachsen. In der Gegenwart eher am schrumpfen, da die Arbeitskräfte nicht mehr in diesem Umfang gebraucht werden und die dörflichen Höhengebiete werden mit Neubaugebieten erweitert, da dort die Sonne besser hinscheint.

    Das ist natürlich sehr vereinfacht ausgedrückt die Entwicklung der meisten Orte, wie auch der extrem hohe Anteil an Menschen, die immer noch im produzierenden Sektor tätig sind.

    Daher kann ich mich mit den Roosters als Sauerländer und Süd MKler sehr gut identifizieren, auch wenn das für manche hier kaum vorstellbar erscheint

  • ohmeingott ! - Dogmatiker aller Länder vereinigt euch !!!! - worüber diskutieren wir hier eigentlich ? -

    komme aus einem anderen Land, wo es auch schon Hockey gab - habe in Iserlohn meine neue Heimat gefunden - und die Begeisterung

    für die Roosters ( vor 30 Jahren) - und behalten - obwohl ich nicht mehr da wohne ....

    trotz Dauerfrustration :thumbsup: behalte ich meine Dauerkarte und nehme gerne die weite Anfahrt in Kauf !

    ALSO : auch wenn ichs nicht wert bin, bleibe ich im Herzen Fan und freue mich auf die neue Saison !!!!

  • Aber genau das wird nicht passieren. Die Stadt Iserlohn weiß sehr wohl das die Roosters ein wichtiger Imageträger der Stadt sind.

    Image: "Du fährst nach Iserlohn? Das sind doch die mit dem grünen Buch, oder?" :thumbsup:

    Wenn man jeden Tag 1 Stunde joggt, lebt man 2 Jahre länger.
    Dumm nur, dass man dann 4 Jahre gejoggt ist.