Köln vs Roosters

  • In den ersten 2-3 Wochen waren es ja auch begeisternde Spiele, zumindest zu Haus. Da war ich richtig verwundert, wobei die Defensivprobleme schon da zu sehen waren. Nur machte man vorne halt Massen an Toren. Rückblickend muss man sagen, das es wohl eine Mischung aus Starteuphorie, guter Form und noch nicht zu 100% eingespielten Gegnern handelte.

    Das der Kader zu sehr auf Kante genäht ist, und die Defensive von den Spielertypen her zu unausgeglichen besetzt ist, habe nicht nur ich hier geschrieben, sondern auch einige Andere. Bei den Verpflichtungen von Todd und Yeo habe ich auch geschrieben, das Yeo mehr Stürmer als alles andere ist und Todd schon ein recht spezieller Spieler ist, der nicht gerne hart spielt. Ein upgegradeter Pikkarainen waren damals meine Worte. Ich hätte lieber nicht recht behalten, wie manch anderer sicher auch nicht, aber am Ende ist eingetreten was zu erwarten war.

    Wobei das stimmt so nicht, das die Truppe als Vorletzter oder vielleicht sogar Letzter die Saison abschließt, das hätte ich nicht erwartet. Das es mit Platz 10 eng werden könnte schon eher, aber das es so katastrophal enden wird, nein, das hatte ich nicht erwartet.

    Aber es nun mal so gekommen wie es ist, da hilft auch kein lamentieren mehr, jetzt müssen die Roosters unter ganz schwierigen Umständen schauen, zur nächsten Saison ein konkurrenzfähiges Team auf das Eis zu bekommen. Unter den jetzigen Umständen mit Mende, muss man da aber auch Geduld und Nachsicht walten lassen. Das ist schon jetzt echt hart gekommen......

  • Die Abwehr wurde zurecht kritisch gesehen, und der dünne Kader. Keine Frage. Aber der Sturm sowie Lange/Dahm wurden zu lange von zahlreichen usern schöngeredet. Jetzt klingt es bei vielen so, dass man vorher schon wusste, wie es kommen würde.


    Wir lagen ziemlich alle daneben. Ich sah Platz 9 oder 10 für realistisch an. Was für eine Fehleinschätzung! Viele hier meinten sogar, wenn es ganz optimal laufen würde, wäre 5 oder 6 drin.


    Dieses Draufhauen auf alles und jedes in der Krise ist mir zu wohlfeil, weil der Eindruck besteht, man habe es so (Platz 12 und 17 Spiele vor Ende der Hauptrunde chancenlos auf Platz 10) kommen gesehen.


    Im Draufhauen fühlt man sich stark. Hingegen ist Selbstkritik nicht vorhandeln.

  • Dir muss man wirklich alles psychologische oder was mit Empathie zu tun hat erklären..


    Das man vor der Saison Hoffnungen hegt ist doch völlig verständlich bei einem Fan. Ein Fan darf auch Fan sein und nicht Analytiker. Man darf da auch mal optimistischer sein bei der Vorfreude auf eine Herzensangelegenheit.

    Ich sehe ehrlich gesagt auch wieder kein Fanproblem. Hier wird keiner als Sohn einer Dame oder sonst was beleidigt. Es werden Aktionen und Handlungen bewertet auf die dann Unmut geäußert wird. Das ist menschlich bei emotionalen Themen wie dem Lieblingsverein.


    Man lebt im Hier und jetzt und das ist halt nun mal nicht gut. Manche resignieren manche machen die Unzulänglichkeiten wütend. Das ist stinknormal und das gehört, ob man es will oder nicht zur Kultur eines Forums in dem jeder Meinungen äußern darf. Wenn dir das zu viel Subkultur ist musst du dir einen sterilen Bereich suchen aber kein Massenmedium. Oder du lernst damit umzugehen und zumindest zu verstehen selbst wenn du es nicht gut heißt.


    Das Leute angepisst sind müssen die Chefs wegstecken können so wie du es bei Lange gefordert hast. Auch das müssten dann doch Profis sein die sich an ihren Leistungen messen lassen müssen und nicht in Watte gepackt werden brauchen.e So und jetzt geht's um die Leistung:

    Smotherman- den will man unbedingt trotz Vorgeschichte wieder hier haben- da geht der gemeine Fan davon aus der muss was können.

    Dmitriev- die DEG wird auf Kosten des 2Jahres Vertrag ausgestochen. Der Manager war sich sicher dass der Spieler es um diesen Preis wert ist. Dann denkt der Fan auch das wird schon ein Guter sein wenn der Manager diese Register zieht.

    Yeo- Straubing, ein Verein auf Augenhöhe will ihn nicht mehr. Mende sieht mehr in ihm und die Fans vertrauen darauf dass die sportliche Leitung ihn hinbekommt und formt. Nicht wirklich passiert.

    Costello- wird weggeschickt, Krefeld sieht mehr in ihm und hat Recht.

    Trupp- wird als Rollenspieler fürs Powerplay geholt und ist ein Downgrade. Spricht auch wieder nicht für das Auge des Managers.

    Shevyrin: Auch da hätte man aufgrund des dünnen Kader auf seinen Vertrag den auch er pochen müssen, da die Neuzugänge Bappert und Lautenschlager (noch) keine Alternativen darstellen. Gerade nachdem Bappert sich nicht mal bei Essen durchsetzt weckt das auch wieder nur Zweifel.

    Camera: Tipp durch Daum aus erster Hand. Kein Erfolg des Scouting.

    Bergmann: Super Verpflichtung aber tendenziell auch dem Heimvorteil geschuldet und deshalb unter dem Radar anderer.


    Also ich finde jetzt nicht allzu viel um schützend meine Hände über die sportliche Leitung zu legen. Da darf dann trotz geringerem Budget der Finger in die Wunde gelegt werden.

    Die richtig bekloppten Insider hatten ein richtiges Gespür. Vielleicht sollte man die als Berater dazu holen obwohl die das nicht mal beruflich für Entgelt machen ;)


    VIELE hatten Platz 5-6 für möglich gehalten? Also das hab ich dann aber überlesen. Vielleicht nach den ersten Spielen.

    VIELE haben stattdessen schon von Anfang an Bauchschmerzen bei der Abwehr gehabt.


    Lange/ Dahm wurden schöngeredet.

    Hovinen macht's doch wenn dann nur minimal besser. Lange/ Dahm hatten sich bewehrt. Das ist das einzige wo ich absolut keinen Fehler des Management sehe im Voraus. Die Torhüter sind trotzdem die Baueropfer der schlechten Abwehr und man hatte gehofft die Probleme dort mit Hovinen, immerhin einst finnischer Nationaltorwart, kaschieren zu können. Du findest ihn gut trotzdem hagelt es Niederlagen. Also erkläre mir wo der Denkfehler ist. Den Versuch war es womöglich sogar wert aber da es nicht zu kitten war hat man dann eben die Athmosphäre vergiftet. Dieses Risiko musste einem klar sein, man ist es eingegangen und hat leider wieder verloren. Unter dem Strich bleibt man meinte eine letzte Chance zu sehen die nicht da war. Klar nur wer etwas probiert kann Fehler machen aber böse Zungen könnten von einer Fehleinschätzung der sportlichen Leitung reden und diese Seite der Medaille gibt es nun mal auch.

  • Ich finde, man muss gar nicht groß in die Analyse der Saison gehen, um den Grund der schlechten Leistungen zu finden. Das Team hat bis zum 26.10.2018 in seiner Art funktioniert. Zuhause hat uns das Team mit tollen Auftritten begeistert und auswärts war man zwar sieglos aufgrund der desolaten Defensivarbeit aber auch da war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Das wichtigste auf dem Eis war: Das Team war eine Einheit. Ab dem Zeitpunkt der Hovinen-Verpflichtung war alles im Eimer. Dahm und Lange unnötig degradiert, Smothermann (ob zu Recht oder Unrecht) war der Leidtragende. Meines Wissens nach war Daum derjenige, der einen neuen Goalie haben wollte, insofern ist es auch richtig, dass er gehen musste! Der Rest ist bekannt und einfach nur schade, denn so hätte das nicht laufen müssen. Der finanzielle Schaden wird so groß sein wie noch nie!

  • Es ist die bisher schlechteste Saison unserer DEL Geschichte.


    Auch ich habe das vor 5-6 Wochen nicht kommen sehen, dass wir so durchgereicht werden.


    Die Mannschaft hat mich in den ersten Heimspielen richtig mitgerissen und in der Euphorie hat man da als Fan vielleicht über die sichtbaren Defensivschwächen hinweggesehen, vor allem weil vorne alles reingegangen ist.


    Die Mannschaft zeigt meistens eine vernünftige Arbeitseinstellung, da gibt es nicht viel zu meckern. Aber wie schon mehrfach geschrieben: Das sollte nichts Außergewöhnliches sein, eher eine Selbstverständlichkeit.


    Eine vernünftige Arbeitseinstellung und richtiger Kampf ums Überleben sind aber auch nochmal 2 verschiedene Paar Schuhe.


    Was wir Zuhause in den ersten 10 Minuten gegen Straubing und Bremerhaven ( beides sehr wichtige Heimspiele) gespielt haben, war eine Frechheit. Und nein, da war keiner übermäßig nervös, sie waren einfach nicht bei der Sache und sind zu locker ins Spiel gegangen.


    Ich wüsste mal gerne, wann wir zuletzt in nem Auswärtsspiel 2:0 nach 10 Minuten geführt haben? :denk:


    Wir haben ein paar gute Jungs im Kader, auf die ich auch nichts kommen lasse. Aber wir haben auch andere bei, die halt ihren Job machen, aber es nicht hassen zu verlieren. Da muss das Scouting hingehen...neben besseren Defensivleuten, brauchen wir einfach Gewinner-Typen.


    Die hat Bremerhaven und wir nicht.

  • Die meisten Aussagen gingen dahin, dass die Mannschaft bei der Einstellung Spaß machen könnte. Sei doch mal ehrlich, nach den Wolfsburg Spiel waren alle sehr euphorisch, weil das einfach "Roosterhockey" at it's best war.


    Vergiss auch bitte die vielen Stimmen nicht, die vorher schon das Problem in der Defensive angesprochen haben.

    Das stimmt, die Defensive wurde kritisch gesehen

  • Habe keine Lust zu suchen, aber kann es sein, dass bei den Kommentaren über den Sturm gesprochen wurde?

    Die Abwehr wurde nach meiner Erinnerungen von Anfang an als kritisch gesehen.

    Teilweise ja...aber bei vielen wurde es nicht so differenziert betrachtet...da war eher der Kommentar...gewinnen wir halt 7:6

  • Das die Düssis Dmitriev keinen 2 Jahresvertrag geben wollten, versteht hier nun mittlerweile auch jeder.

    Da muss ich widersprechen, ich bin verwundert (bzw. entsetzt), welche Wandlung Dmitriev von einer Saison zur nächsten vollzogen hat.

    Er war in Düsseldorf ein wichtiger Spieler, hat ordentlich gescort, Akzente gesetzt, war kampfstark und ist auch dorthin gegangen, wo es weh tut - als ich von der Verpflichtung durch die Roosters erfahren hatte, war meine Bewertung, dass ihnen ein guter Fang gelungen ist, den sie zudem direkt 2 Jahre an sich binden konnten.

    Sicherlich war er kein deutscher Topspieler, aber durchaus jemand, der dem Spiel ab Reihe 2 weiterhelfen konnte.


    Den 2-Jahres-Vertrag kann ich nur kritisieren, wenn die Entwicklung abzusehen gewesen wäre - für mich ist aber unerklärlich, dass sich anscheinend Dr. Jekyll und Mr. Hyde innerhalb eines Jahres in seinem Trikot abgewechselt haben.

    Es gibt Spieler, die im Grunde genau das spielen, was abzusehen war (Yeo z.B.) - Dmitriev bleibt aber deutlich unter dem, was er noch zuvor geleistet hat.

    Wenn man jeden Tag 1 Stunde joggt, lebt man 2 Jahre länger.
    Dumm nur, dass man dann 4 Jahre gejoggt ist.

  • Diese komische Wandlung durchlaufen hier ne Menge Spieler, dieser Ursache sollte man mal auf den Grund gehen!