Herzlich Willkommen Lean Bergmann

  • habe schon nach drei Spielen geschrieben, daß der Bengel ein Glücksfall ist - und das hat sich eher bewahrheitet -

    wäre schön, ihn noch länger am See zu sehen, aber wenn wir uns seine Vita anschauen, wäre es eher unwahrscheinlich !

    und das ist gar nicht negetiv gemeint, eher folgerichtig .....

  • Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb: Ich kann nur inständig hoffen, dass die Roosters diesbezüglich schon gewisse Vorkehrungen getroffen haben.

    Diese "Vorkehrungen" sind aber selten eine einseitige Sache - und aktuell wäre Bergmann ja schlecht beraten, wenn er sich selbst andere Optionen durch eine frühzeitige Vertragsverlängerung verbauen würde.


    Natürlich wäre es schön, gute Spieler längerfristig zu binden - aber dann darf man einfach kein Fan des Iserlohner Eishockeys sein.

    Ihn bin ehrlich, ich kannte den Namen "Bergmann" vor dieser Saison nicht - und wenn er tatsächlich wechseln sollte, wird ein anderer Spieler den Weg an den Seilersee finden, den ich vorher nicht auf meiner Liste hatte.

    Wenn man jeden Tag 1 Stunde joggt, lebt man 2 Jahre länger.
    Dumm nur, dass man dann 4 Jahre gejoggt ist.

  • Es ist doch relativ einfach: der Spieler muss sich überlegen, wo das Paket am besten ist. Ergo muss Bergmann abwägen, wo Geld und Entwicklungspotential am besten miteinander in Einklang stehen. Hier gibt es vielleicht ein paar Euros weniger als andernorts. Dafür ist das Risiko der Tribüne geringer. Vielmehr bietet sich die Chance auf Verantwortung. Aber in Iserlohn dürften auch die ausländischen Scouts nicht so oft unterwegs sein. Muss er sich überlegen, was mittelfristig mehr Sinn macht.

  • Ausgangspunkt für ihn dürften einzig die Überlegungen sein, wie er die besten Chancen auf die NHL hat. Daher glaube ich auch, dass Geld aktuell eine eher untergeordnete Rolle in seinen Überlegungen spielt. Jedenfalls sollte es so sein, wenn er gut beraten ist. Wenn er es nämlich in die NHL schafft, sind alles, was er in Deutschland verdienen kann, Peanuts dagegen. Schafft er es nicht, kann er immer noch zwei Jahre später zu einem großen, finanzkräftigen deutschen Club wechseln und dann den Rest seiner Karriere in Deutschland viel Geld verdienen.


    Aus diesem Grund kann ich mir aktuell eigentlich nur drei Dinge vorstellen:


    1. Er unterschreibt noch einmal für ein Jahr in Iserlohn, weil er hier viel Eiszeit bekommt und daher die größten Entwicklungsmöglichkeiten sieht.


    2. Er unterschreibt in Mannheim. Zu den Adlern hat er sicherlich auch noch Kontakt. Wenn die Adler ihm in Aussicht stellen, dass er auch dort eine große Rolle im Team einnehmen kann, hat er dort sicher größere Chancen, sich für die NHL zu präsentieren, insbesondere auch, weil lange Playoffs garantiert sein sollten.


    3. Er geht direkt den Schritt ins Ausland (Schweden oder AHL) und versucht dort, sich für die NHL zu beweisen.



    Auch ohne Vereinsbrille fände ich einen Wechsel zu Mannheim (oder ggf. einem anderen großen Club in Deutschland) die schlechteste Option für seine NHL-Perspektive. Es ist ja bekannt, dass insbesondere Mannheim allein auf den schnellen Erfolg im Hier und Jetzt schaut und eher selten Spieler entwickelt. Daher glaube ich, dass die Bühne zwar größer, die Rolle und Eiszeit aber dennoch deutlich geringer als etwa hier wären. Ob Variante 1 oder 3 die bessere ist, hängt wohl maßgeblich von seiner weiteren Entwicklung im Laufe der Saison ab. Wenn er sich in dem Tempo weiter steigern kann, ist er vermutlich schon nach dieser Saison reif fürs Ausland. Ansonsten macht er sicher auch nichts falsch, wenn noch ein Jahr in tragender Rolle in Iserlohn spielt.

  • An seiner Stelle würde ich versuchen, den Weg zu gehen, den Macek gegangen ist. Noch 1-2 Jahre hier reifen und dann nach München zu Don Jackson. Zumindest wenn es über die DEL gehen soll.


    Aber das so ein Junge in der DEL bleibt... wäre verschwendet. Auf Dauer gehört er in höhere Ligen.