„Investitionsbedarf oft kaschiert“

  • Unbestrittener Leuchtturm des Iserlohner Sports sind die Roosters. Glauben Sie, dass die in dieser Halle dauerhaft konkurrenzfähig sind? Muss man nicht ernsthaft über eine neue Halle nachdenken?


    Natürlich muss man sich fragen, wie der Eishockeystandort der Zukunft aussehen soll. Am Seilersee gibt es zu wenig Sitzplätze, und zuschauerfreundlich ist die Halle sowieso nicht. Ich denke nur an die vielen Metallstreben in der Plexiglasverkleidung, die die Sicht beeinträchtigen. Die Frage ist doch, welche Kosten ich derzeit habe und was ein Neubau kosten würde. Ein altes Auto repariert man auch nicht um jeden Preis. Und das Parkstadion in Gelsenkirchen war auch nicht einsturzgefährdet, als man die Arena gebaut hat. Man mus sich langfristig ernsthafte Gedanken machen.


    https://www.ikz-online.de/spor…aschiert-id213534269.html

  • Das ist doch Quatsch!


    Natürlich muß man sich hier und heute Gedanken machen, wie der Standort und die Spielstätte in der Zukunft gestaltet werden soll und wie man ihn langfristig erhalten kann.
    Brück hat das Fass mit Recht öffentlich aufgemacht. Parteikollege(?) Schick nimmt den Ball in dem Interview nur auf. Man redet da ja nicht um Schönheitsreparaturen, sondern von dem was vielleicht in 10 Jahren ist. Die Politik braucht bekanntlich sehr lange.

  • In 15 Jahren muss eine neue Halle her. Wollen wir oben, also in Deutschlands 1. Liga, wie auch immer die dann heißen wird, mitspielen. Oder eine Totalsanierung. Wie Lezteres funktioniert, ohne den Spielbetrieb zu gefährden? Keine Ahnung. Die Experten sind nun gefragt, die Zukunft in den nächsten Jahren vorzubereiten.

  • Langfristig muss man sehr wohl an eine neue Spielstätte denken, nur auf Sicht zu operieren wäre fahrlässig. Der Baubeginn der Eissporthalle datiert aus dem Jahr 1968, gespielt wird dort seit Januar 1971, die Halle wird also bald 50 Jahre alt, spätestens in 15 bis 20 Jahren könnte das Thema sehr wohl akut werden.

  • Egal in welchem Bereich ist es doch eine Stärke der Politik, Probleme auf die lange Bank zu schieben ("Die Halle ist doch noch gut! Wir wissen gar nicht, was ihr habt!") und dann später überrascht festzustellen, dass "jetzt auf einmal" etwas gemacht werden muss (z.B. weil die Halle irgendwelche Kriterien nicht mehr erfüllt und im schlimmsten Fall überhaupt nicht mehr genutzt werden darf). Und dann wird es entweder teuer oder unmöglich.

  • Wie man das ganze Thema möglichst nicht angehen sollte, kann man sich in der letzten Zeit bei unserem Fußballdrittligisten Preußen Münster abgucken.
    Hier steht man kurz davor für einen Zuschauerschnitt von 6000-7000 Zuschauer ein Stadion für ca. 30000 Zuschauer zubauen, das gibt bestimmt eine bomben Stimmung. Unser altes Stadion, welches 15000 fasst, ist Baufällig und angeblich lohnt sich die Sanierung nicht mehr.
    In Münster ist das Stadion ähnlich wie in Iserlohn sehr gut erreichbar, viele kommen mit Fahrrad, Bus oder gar zu Fuß.
    Das neue Stadion soll ca. 10 km entfernt von Münster gebaut werden, wozu das alles führen wird bleibt abzuwarten.


    Ich hoffe das Iserlohn eine bessere Lösung findet, und auch die tolle Stimmung nicht unter etwaigen Entscheidungen leidet.

  • Nicht ganz. Der ISS Dome wird auch für viele andere Veranstaltungen genutzt, also auch als modernen Ersatz für die in die Jahre gekommene Mitsubishi Electric Halle (Aka Philipshalle).

  • Irgendwann (und damit meine ich in nahe Zukunft) muss man sich mit dem Thema eines Hallenneubaus auseinandersetzen. Reines Nostalgiedenken wird den Verein nicht weiterbringen. Unser Wohnzimmer am Seilersee so zu renovieren, dass es konkurrenzfähig ist, wird sich vielleicht nicht lohnen.
    Kaufbeuren hat vor kurzem gezeigt, was machbar ist in Punkto neue Halle. Zwar haben sich die Vorverhandlungen über etliche Jahre hingezogen, aber im Endeffekt hat es sich wirklich gelohnt. Die neue Halle ist ein echtes Schmuckstück und kann in der Hockeypause auch für andere Sportarten und/oder Konzerte genutzt werden. Der Hallenbau (Zuschauerkapazität: max. 3.500 Plätze) hat 1,5 Jahre gedauert, 22,5 Mio. hat das Teil gekostet.
    Natürlich muss man bei den Roosters in anderen Dimensionen denken, aber man wird so oder so an den Punkt kommen, wo man sich ernsthaft mit dem Thema befassen und Entscheidungen fällen muss. Stillstand, Rückschritt oder der Schritt nach vorne ... und wenn Letzteres der Fall sein sollte. in welcher Form?


    Saison 2017/18 --> 46 Spiele --> 1 neuer Ground
    Spiele insgesamt seit 2009: 733
    102 Grounds

  • Gab es eigentlich seitens der Politik/Verwaltung in irgendeiner Form Prüfungen, ob das Problem Parkhalle/Eissporthalle zu kombinieren ist? Also statt zweimal zu bauen vielleicht eine kleine MuFu, die zugleich Sport und Veranstaltungshalle sein kann?

  • „Ich glaube, es ist wohl einmalig in Deutschland, dass man für Spitzensport kostenlose Parkplätze vor der Haustür hat“, meinte Linken-Sprecher Manuel Huff mit Blick auf die aktuelle Lage vor der Eissporthalle


    Dann sollte man aber auch dafür sorgen, das man nicht irgendwann ein Parkhaus hat was kein Mensch braucht, weil man nämlich gar keinen Spitzensport mehr hat. Ist irgendwie wie ein Schildbürgerstreich. Da sehen manche Leute im Stadtrat das Geld fließen von Seiten der Eishockeybesucher, aber sind nicht bereit dafür Sorge zu tragen das man auch zukünftig eine Halle hat, welche Spitzensport möglich macht.


    Wenn es nicht so traurig wäre müsste man der Stadt wünschen, das die Roosters in ein paar Jahren in einer neuen Halle spielen, welche weit weg von dem Parkhaus ist.

  • „Ich glaube, es ist wohl einmalig in Deutschland, dass man für Spitzensport kostenlose Parkplätze vor der Haustür hat“, meinte Linken-Sprecher Manuel Huff mit Blick auf die aktuelle Lage vor der Eissporthalle


    Dann sollte man aber auch dafür sorgen, das man nicht irgendwann ein Parkhaus hat was kein Mensch braucht, weil man nämlich gar keinen Spitzensport mehr hat. Ist irgendwie wie ein Schildbürgerstreich. Da sehen manche Leute im Stadtrat das Geld fließen von Seiten der Eishockeybesucher, aber sind nicht bereit dafür Sorge zu tragen das man auch zukünftig eine Halle hat, welche Spitzensport möglich macht.


    Wenn es nicht so traurig wäre müsste man der Stadt wünschen, das die Roosters in ein paar Jahren in einer neuen Halle spielen, welche weit weg von dem Parkhaus ist.


    100% MIT - leider muss man sagen. Doch genau SO stellt sich mir die Situation auch dar ...

  • Wie man das ganze Thema möglichst nicht angehen sollte, kann man sich in der letzten Zeit bei unserem Fußballdrittligisten Preußen Münster abgucken.
    Hier steht man kurz davor für einen Zuschauerschnitt von 6000-7000 Zuschauer ein Stadion für ca. 30000 Zuschauer zubauen, das gibt bestimmt eine bomben Stimmung. Unser altes Stadion, welches 15000 fasst, ist Baufällig und angeblich lohnt sich die Sanierung nicht mehr.


    Wenn man die - durchaus berechtigten - Negativbeispiele aufzählt, muss man aber auch fairerweise die Beispiele nennen, die im Zuge des Stadionneubaus einen wesentlichen Zuschaueranstieg verzeichnen konnten.
    Die Haie zB hatten 1998 einen Schnitt von 5.770 an der Lentstraße, seitdem sie in der Kölnarena spielen liegt der Schnitt meistens bei über 12.000.
    Ähnlich bei den Adlern aus Mannheim, die von 5.490 (20015) auf einen Schnitt von 11-12.000 in den Folgejahren gestiegen sind.


    Und Fortuna Düsseldorf hat z.B. das neue Stadion auch unheimlich gut getan und man würde die aktuellen Zuschauerzahlen kaum im alten Rheinstadion erreichen.


    Die Kalkulation in Münster kenne ich nicht und das Potential, das für Fußball besteht, ist mir nicht bekannt - aber ich denke, dass es durchaus einiges an Luft nach oben gibt.
    Vielleicht verspricht man sich auch dort, dass man neue Zielgruppen erschließen kann.


    Um nochmal auf die DEG und den ISS-Dome zu sprechen zu kommen: gerade nach den Beispielen Köln und Mannheim hatte ich ebenfalls gedacht, es wäre ein Selbstläufer, dass der Dome auch immer gut gefüllt ist - tatsächlich ist die Entwicklung aber ins Gegenteil umgeschlagen. Klar, auch am Dome gibt es viele Punkte, die berechtigt kritisiert werden - aber wesentlich schlechter als die anderen Arenen ist er nun auch nicht, wird aber tatsächlich nicht angenommen.
    Während in Köln und Mannheim die meisten Fans treu geblieben sind und neue Märkte erschlossen wurden, hat man in Düsseldorf vieles versäumt

    Wenn man jeden Tag 1 Stunde joggt, lebt man 2 Jahre länger.
    Dumm nur, dass man dann 4 Jahre gejoggt ist.

  • Und dieser ganze Zirkus nur, weil eine Luxus-Gesamtschule gebaut werden soll, wobei alle anderen Interessen in der Stadt nachrangig sind. Bei aller Bedeutung des Schulbaus als kommunale Aufgabe spottet diese Vorgehensweise jeden Vergleichs. Damit nimmt sich die Stadt zukünftig alle Investitionspielräume. Völlig absurd wird es, wenn man einbezieht, dass sich die Bürgerschaft durch ein Bürgerbegehren vor wenigen Jahren gegen eine zweite Gesamtschule für ca. 25 Mio. € in Hennen ausgesprochen hat. Nun wird in völlig anderen Dimensionen operiert.