Gewählt wird immer...

      Jottess schrieb:

      Die AFD ist doch der Gewinner des ganzen Theaters. Egal, ob es jetzt Neuwahlen gibt oder nicht. Der Vorteil von einer Groko wäre nur, dass man jetzt erstmal 4 Jahre Zeit hätte, um das ganze wieder zu kitten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das klappt und sehe die AFD bei der nächsten Wahl in der Nähe von 20% und finde das ganz schön gefährlich.


      Das war/ist mein Gedanke bzw. meine Hoffnung hinter dem Wunsch der GroKo, man gewinnt Zeit um sich zu sammeln. Die müsste man allerdings dann auch nutzen, da hast du recht.

      Ja, um 20% für die AFD machen Angst!

      Noch nie hat die Politik in Deutschland dermaßen den Eindruck hinterlassen, das es nur um Positionen und Macht geht. Aber nicht im geringsten um gute Politik für die Bürger. Eine machtgeile Kanzlerin der jedes Mittel recht ist um im Amt zu bleiben, ein Baron von Münchhausen welcher sich nicht mehr an irgendwelche Versprechen erinnern kann, ein Gabriel welcher sich offen drüber beschwert das er nicht mehr als Außenminister durch die Welt reisen darf.......Alles ganz übles Theater welches den Glauben in die Parteien massiv erschüttert.

      Und wenn die sich in den nächsten Jahren weiter solche Machtkämpfe in der Koalition liefern, und da gehe ich fast von aus, dann sind 20% für die AfD bei der nächsten Wahl wohl fast noch ein positives Ergebnis. Ich befürchte das könnte sogar noch deutlich höher ausfallen.

      Man sollte sich mal daran erinnern, das schon in der Weimarer Republik das persönliche Geschachere der einzelnen Parteien mit ein Hauptgrund für den Erfolg der Nazis war. Damals zerbrach die Koalition weil die SPD die Frage um das Arbeitslosengeld aus bestimmten Animositäten absolut quer stellte. Das war damals der Tropfen der das Faß zum überlaufen brachte. Da sollten sie die Entscheider in der Union und der SPD mal dran erinnern, und nicht immer nur ihr eigenes Interesse verfolgen. Sonst stellt sich im schlimmsten Falle bei der nächsten Wahl die Frage wer denn der Juniorpartner der AfD werden will.
      Ducunt fata volentem, nolentem trahunt
      Dann wäre ja vielleicht doch gut, wenn der derzeitige Rüstungsminis... ähh, Außenminister weiter im Amt bleibt.

      btw.. grade gelesen und für gut befunden: "Schulz sollte in die AfD eintreten, dann sind wir die auch bald los!" :D
      Dieser Beitrag wurde 396 mal editiert, zum letzten Mal von Franky: 30.02.2019 23:65.

      Wicky schrieb:

      In Koalitionsvertrag wurde übrigens auch vereinbart, die Rüstungsausgaben bis 2025 dem NATO-Ziel von 2% des BIP anzugleichen - nahezu eine Verdopplung des Rüstungsetats auf 75 Milliarden im Jahr.


      Das wird auch Zeit. Das ist nämlich einer der ganz wenigen Punkte, in denen Trump bzw. die US-Regierung wirklich recht haben! Es kann nicht sein, dass Deutschland sich da seit Jahren mehr und mehr aus der Nummer rauszieht und sich darauf verlässt, dass andere uns im Notfall verteidigen.

      Zum einen ist das unfair gegenüber unseren NATO-Partnern, wenn wir hier unserer selbst eingegangenen Verpflichtung nicht nachkommen. Zum anderen halte ich es auch für fahrlässig, in der aktuellen weltpolitischen Situation keine wirklich einsatzfähige Armee zu haben. Natürlich ist Rüstung kein beliebtes Thema, gerade in einem Land der Pazifisten wie Deutschland. Aber es ist schlicht und ergreifend eine sicherheitspolitische Notwendigkeit, auch für den Ernstfall gerüstet zu sein.

      Mittelfristig erhoffe ich mir, dass es eine EU-Armee geben wir- ganz unabhängig von der jetzt beschlossenen Erhöhung des Wehretats.
      Welcher Ernstfall, marschiert der Russe bei uns ein oder die Polen, Österreicher, Franzosen oder habe ich die Gesetzesänderung verpasst das die BW im Land nun mehr darf als bei Katastrophen zu helfen?
      Ich denke außerdem das es bei einem Ernstfall in Zentraleuropa nicht viel anders ablaufen würde wie bis 1989 geplant.

      Rüstungsausgaben sind im Endeffekt nur Subventionen für die entsprechende Industrie.
      You're at home baby!

      "Mein Unternehmen zu verkaufen nur um auf einem Topf Geld zu sitzen und über dessen Anlage nachzudenken – das ist keine Beschäftigung."
      (c) Carl Manner 1929 - 2017

      Geh auf Reisen vor dem Sterben, denn sonst reisen deine Erben.
      Es gehört nicht allzu viel Phantasie dazu, sich eine weitere russische "Expansion" nach Europa vorzustellen. Der Völkerrechtsbruch auf der Krim war da sicher ein erstes Vortasten.

      Das Baltikum steht bei denen sicherlich ganz oben auf der Liste.

      Im übrigen geht es bei Rüstung ja vor allem auch um Abschreckung. Wenn sich tatsächlich Europa und die USA noch weiter auseinander entwickeln, bräuchte Russland im Ernstfall doch gar nichts befürchten. Wer sollte denn dann beispielsweise den Letten helfen, wenn die Russen da einmarschieren? Solange es gelingt, glaubhaft zu repräsentieren, dass in einem solchen Fall Gegenwehr geleistet würde, werden die Russen das natürlich nicht tun. Wenn die aber irgendwann das Gefühl haben, dass ihnen eh nichts passieren kann, lassen sie sicher keine Zeit verstreichen.
      Die Krim vom "kleinen Bruder" zu annektieren oder in einen EU-Mitfliedsstaat einzumarschieren ist aber ein bisschen was anderes. Letzteres würde wahrscheinlich den dritten Weltkrieg auslösen.
      "When the seagulls follow the trawler, it's because they think sardines will be thrown into the sea."

      Jonny1990 schrieb:

      Im übrigen geht es bei Rüstung ja vor allem auch um Abschreckung.


      Die Armee Rußlands umfasst aktuell rund 800.000 aktive Soldaten und 2,5 Mio Reservisten, die Bundeswehr hat rund 180.000 aktive Soldaten. Aufgrund der Tatsache das Deutschland über keine eigenen Atomwaffen verfügt, halte ich das Abschreckungspotenzial für sehr überschaubar. Da sind wir auf unsere NATO Partner USA, GB, F angewiesen.

      Vielleicht etwas fatalistisch, aber im Fall der Fälle hilft nicht mal mehr beten, denn einen Bodenkrieg wie aktuell in Syrien kann ich mir hier nicht wirklich vorstellen.
      You're at home baby!

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      (c) Carl Manner 1929 - 2017

      Geh auf Reisen vor dem Sterben, denn sonst reisen deine Erben.
      Alleine kann Deutschland das natürlich nicht schaffen. Da sind wir schon auf unsere unmittelbaren europäischen Verbündeten angewiesen. Deshalb schrieb ich oben ja auch von meinem Wunsch nach einer europäischen Armee.

      Aber jedes Land muss ja seinen Beitrag leisten. In der Summe der Europäer macht das schon was aus!

      Kampfhahn schrieb:

      Naja. Die Kohle wird man alleine brauchen um die Truppe überhaupt erstmal einsatzbereit zu machen. Selbst das vorhandene Material ist kaum einsatzfähig da durch Sparmaßnahmen mangelhaft gewartet.


      ​Wenn man bedenkt das wir momentan kein einziges Uboot haben welches betriebsbereit ist, die Bundeswehr sich Hubschrauber vom ADAC leihen muss, damit man überhaupt noch Piloten ausbilden kann, und das die meisten Panzer ebenfalls defekt rumstehen, ist das Geld schon dringend notwendig.

      ​Momentan funktioniert doch überhaupt nichts mehr bei der Bundeswehr und im Verteidigungsfall wäre man komplett hilflos. Und wenn man bedenkt das andere Staaten der Welt massiv aufrüsten, wäre es blauäugig die Bundeswehr zumindest mal wieder in einen Zustand zu bringen, denn man zumindest mal als einsatzbereit bezeichnen kann.

      ​Und das wird schon soviel Geld kosten, das wir uns hier über eine Aufrüstung keine Gedanken machen müssen.
      Ducunt fata volentem, nolentem trahunt

      Neu

      Auch ein Panzer hat seine Grenzen - aber für solche leichten Raketenangriffe gibts auch Abwehrmechanismen in so einem teuren Mobil. Nur man muss damit auch umgehen können. Aus angriffstaktischer Sicht hat da eher die Besatzung gepennt bzw. der ganze Verbund.
      Von allen Dingen die mir verloren gegangen sind, habe ich am meisten an meinem Verstand gehangen! :warum:

      :woohoo: